Was heißt Finanzmanagement?

Beim Finanzmanagement handelt es sich um eine gut überlegte Strategie einer Firma, wie und in welcher Höhe das Eigenkapital eingesetzt wird – Stichwort: Steuerung und Planung von Einnahmen und Ausgaben. Das Hauptziel eines guten Finanzmanagements ist es, möglichst alle Ausgaben und sonstigen Verbindlichkeiten ausgleichen zu können, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen.  

WISSENSWERT: Das Finanzmanagement ist ein wichtiger Bestandteil eines Unternehmens, um den Fortbestand der Firma bzw. dessen Zahlungsunfähigkeit sicherzustellen.

Die verschiedenen Bereiche des Finanzmanagements  

  • Buchhaltung: Die Buchhaltung hat die Aufgabe alle Eingangsrechnungen auf ihre Richtigkeit zu prüfen und GoB-konform zu verbuchen. Auch die eingehenden Zahlungen sind auf den entsprechenden Konten zu verbuchen. 
  • Operatives Controlling: Das operative Controlling ist ein wichtiger Teilbereich des Finanzmanagements. Dabei muss operatives Controlling vom strategischen Controlling unterschieden werden. Während es beim strategischen Controlling um Marktanalysen geht, dreht sich das operative Controlling rein um die Verwaltung der Unternehmensfinanzen. 
  • Management für Kapitalmaßnahmen: Das Management für Kapitalmaßnahmen kümmert sich im Hinblick auf Fremdkapitalbedarf darum, Finanzquellen mit möglichst niedrigen Zinsen zu akquirieren (z. B. Umschuldung). Auch die Verwaltung von Emissionen gehören zum Aufgabengebiet des Managements für Kapitalmaßnahmen. 
  • Forderungsmanagement (Inkasso): Das Forderungsmanagement hat die Aufgabe, offene Kundenforderungen einzutreiben. 
  • Lohnbuchhaltung: Die Lohnbuchhaltung kümmert sich um die Lohn- und Gehaltsfortzahlungen der Mitarbeiter und die Abführung der damit verbundenen Sozialversicherungskosten. 

Wissenswert: Die Verwertung der Mittel kann in drei Bereiche unterteilt werden: 

  • Vorbereitende und visuelle Darstellung des geplanten Liquiditätsflusses: Dabei werden alle voraussichtlichen und wiederkehrenden Zahlungsmittel erfasst, um die Gesamtkosten und/oder den zu erwartenden Handlungsspielraum zu ermitteln. 
  • Lieferanten- und Konditionsmanagement: Hier arbeiten die Einkaufsabteilung und das Finanzmanagement eng zusammen, um mit dem Lieferanten eine optimale Lösung in Bezug auf Skonto und Zahlungsziele auszuhandeln. 
  • Investitionsmanagement: Das Investitionsmanagement ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn das Unternehmen auf eine Fremdfinanzierung angewiesen ist. Das Investitionsmanagement hat dann die Aufgabe, nach der optimalen Finanzierungsform zu suchen, die am besten mit den Unternehmenszielen übereinstimmt. Dabei wird darauf geachtet, möglichst die Finanzierung mit den besten Bedingungen (z. B. niedrige Zinsen) zu wählen. 

Warum ist das Finanzmanagement so wichtig? 

Die Kunst eines guten Finanzmanagements ist es, eine konstante Zahlungsfähigkeit mit dem betriebswirtschaftlichen Ziel (möglichst geringe Zahlungsmittelbestände) in Einklang zu bringen.  

Warum ist es erstrebenswert möglichst geringe Zahlungsmittelbestände vorzuhalten? 

Liegen im Unternehmen möglichst geringe Zahlungsmittelbestände, also Bargeld, kann eine maximale Verzinsung der nichtbenötigten liquiden Mittel generiert werden. 

WISSENSWERT: Eine kurzfristige Zahlungsunfähigkeit kann in der Regel die Existenz eines Unternehmens nicht bedrohen. Allerdings können hieraus hohe Kosten entstehen (z. B. Vertragsstrafen, Mahngebühren, Überziehungskredite usw.). Das Finanzmanagement kann maßgeblich zum Erfolg eines Unternehmens beitragen, warum eine gute und überlegte Finanzstrategie auch so wichtig ist.